Cannabis Schimmel: Wie du ihn erkennen und vermeiden kannst

Cannabis Schimmel: Wie du ihn erkennen und vermeiden kannst

Was genau ist Schimmel?

Schimmel ist eine biologische Erscheinung, die in der Welt des Cannabisanbaus und der Lagerung leider allgegenwärtig ist. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei Schimmel um einen Destruenten aus der Familie der Pilze. Seine Keimzellen, bekannt als Sporen, sind winzig und permanent in der Atmosphäre vorhanden. Diese Sporen warten nur auf ein günstiges Zusammentreffen von hoher Feuchtigkeit und einem Nährboden aus organischem Material – genau das, was eine Cannabispflanze oder deren Blüten darstellt. Ist die Umgebung zu feucht oder schlecht belüftet, beginnt der Pilz seine Arbeit: Er zersetzt das Material, auf dem er sich ansiedelt.

Diese Pilzentwicklung kann in zwei entscheidenden Phasen auftreten: Zum einen im Anbauraum, wenn die Cannabispflanzen buchstäblich im Feuchten stehen oder die Luft nicht ausreichend zirkuliert, was die Bildung von Kondenswasser fördert. Zum anderen kann Schimmel auch im Lagerbehälter entstehen. Nach der Ernte ist häufig eine unvollständige Trocknung der Blüten der Hauptgrund dafür. Wird das noch feuchte Material anschließend in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt, schafft die angestaute Nässe ideale Bedingungen für eine schnelle Schimmelbildung.

Gefährliche Schimmelarten auf Cannabis Pflanzen 

Es können sowohl beim Anbau als auch bei der Lagerung von Cannabis verschiedene Schimmelarten auftreten, die sowohl die Pflanze als auch die Gesundheit der Konsumenten gefährden. Besonders häufig sind die Schimmelarten Aspergillus, Penicillium, Botrytis (auch Grauschimmel genannt) und Cladosporium.

Aspergillus gilt als besonders gefährlich, da er beim Konsum schwere Lungenentzündungen auslösen kann, die invasive Aspergillose genannt werden und in Einzelfällen lebensbedrohlich sind. Penicillium ist zwar weniger gefährlich und bekannt als Ursprung des Antibiotikums Penicillin, dennoch sollte Cannabis, das von diesem Schimmel befallen ist, keinesfalls konsumiert werden.

Der Botrytis-Schimmel breitet sich schnell aus und befällt ganze Pflanzen innerhalb kurzer Zeit. Er kann bei Konsumenten allergische Reaktionen hervorrufen und das Immunsystem schwächen. Cladosporium ist weniger aggressiv, kann aber besonders bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Atemwegserkrankungen gesundheitliche Probleme verursachen.

Insgesamt ist es unerlässlich, Schimmelbefall auf Cannabis ernst zu nehmen und die Pflanzen sowie die Blüten regelmäßig sorgfältig auf Anzeichen zu überprüfen. Alle genannten Schimmelarten bergen potenzielle Gesundheitsrisiken und sollten unbedingt vermieden werden.

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Wie entsteht Schimmel auf Cannabis?

Schimmelpilze sind Mikroorganismen, die sich besonders gut in feuchten, warmen und schlecht belüfteten Umgebungen entwickeln. Beim Cannabis Anbau und der anschließenden Lagerung sind vor allem folgende Bedingungen kritisch:

  • Hohe Luftfeuchtigkeit: Eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60 % begünstigt die Schimmelbildung auf den Cannabisblüten und anderen Pflanzenteilen.
  • Zu hohe Temperaturen: Schimmel wächst optimal bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius.
  • Mangelnde Luftzirkulation: Stehende Luft sorgt für Feuchtigkeitsansammlungen und schafft ein ideales Umfeld für Schimmelsporen.
  • Ungenügende Trocknung: Cannabisblüten, die nicht richtig getrocknet wurden, enthalten noch zu viel Feuchtigkeit.
  • Falsche Lagerung: Das Aufbewahren von Cannabis in luftdichten Plastikbehältern ohne Feuchtigkeitsregulierung kann Schimmelbildung fördern.
  • Weitere Faktoren: Nasse Erde, die Schimmelpilzen einen idealen Nährboden bietet, sowie schmutzige Werkzeuge und Töpfe können Schimmelsporen verbreiten.

Diese Bedingungen führen dazu, dass sich Schimmelsporen auf den Cannabisblüten und Blättern ansiedeln und schnell ausbreiten können.

Anzeichen von Schimmel erkennen 

Cannabisblüten, auch als Buds bekannt, bieten durch ihre dichte und harzige Struktur ideale Voraussetzungen für Schimmelwachstum, besonders wenn die Umgebungsbedingungen nicht optimal sind. Um Schimmel auf Cannabis frühzeitig zu identifizieren, solltest du auf folgende Merkmale achten:

  • Optische Hinweise: Schimmel zeigt sich häufig als weiße, graue oder grünliche Flecken auf den Blüten, die flauschig oder fadenförmig wirken können. Eine genaue Kontrolle der Buds ist essenziell, um solche Auffälligkeiten zu entdecken.
  • Geruchssinn nutzen: Ein muffiger, erdiger oder modriger Geruch unterscheidet sich deutlich vom typischen Aroma gesunder Cannabisblüten. Ein veränderter Geruch kann ein erstes Anzeichen für Schimmelbefall sein.
  • Beschaffenheit der Blüten: Feuchte, weiche oder klebrige Cannabisblüten können auf Schimmel hinweisen. Auch eine brüchige oder schmierig wirkende Oberfläche ist verdächtig.
  • Lupe zur Identifizierung: Mit einer Lupe oder einem Mikroskop kannst du die Oberfläche deiner Cannabisblüten genauer untersuchen. Trichome erscheinen milchig oder kristallin, während Schimmel unregelmäßig, fuzzy und flockig wirkt.

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Cannabisblüten richtig untersuchen

Um Schimmel auf Cannabis Blüten zuverlässig zu erkennen, gehe folgendermaßen vor:

  1. Nimm die Cannabisblüten in die Hand und rieche sie sorgfältig. Achte auf unangenehme, modrige oder faulige Gerüche.
  2. Betrachte die Blüten mit einer Lupe oder einem Mikroskop genau auf Flecken, die pelzig oder staubig aussehen. Schimmel kann sowohl außen als auch im Inneren der Blüten verborgen sein.
  3. Prüfe die Textur: Sind die Blüten weicher, matschig oder klebrig im Vergleich zu normalen, trockenen Buds? Solche Veränderungen sind Warnsignale.

Durch diese sorgfältige Inspektion kannst du Schimmelbefall frühzeitig erkennen und so gesundheitliche Risiken beim Konsum von verschimmeltem Cannabis vermeiden. Im Zweifel entsorge verdächtige Blüten lieber, um deine Gesundheit zu schützen. 

Risiken durch verschimmeltes Cannabis

Der Konsum von verschimmeltem Cannabis kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben:

  • Atemwegsprobleme: Schimmelsporen können Husten, Atemnot und Infektionen verursachen.
  • Allergische Reaktionen: Niesen, juckende Augen und Hautausschläge sind möglich.
  • Immunsystem: Das Immunsystem kann geschwächt werden, was besonders für Menschen mit Vorerkrankungen gefährlich ist.
  • Mykotoxine: Einige Schimmelpilze produzieren giftige Stoffe, die beim Rauchen nicht zerstört werden und langfristige Schäden verursachen können.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, verschimmeltes Cannabis konsequent zu entsorgen.

Prävention: So vermeidest du Schimmel auf Cannabis

Die beste Behandlung ist die Vorbeugung. Hier einige Tipps, wie du Schimmelbildung bei Cannabispflanzen und Blüten effektiv verhinderst:

  • Optimale Luftfeuchtigkeit: Halte die Luftfeuchtigkeit während der Blütephase unter 50 % und bei der Lagerung zwischen 55 und 62 %.
  • Temperaturkontrolle: Sorge für eine konstante Temperatur zwischen 20 und 25 Grad Celsius.
  • Gute Belüftung: Eine ausreichende Luftzirkulation verhindert stehende Luft und Feuchtigkeitsansammlungen.
  • Sorgfältige Trocknung: Trockne die Cannabisblüten langsam und gleichmäßig in einem gut belüfteten Raum.
  • Saubere Umgebung: Halte Anbau- und Lagerbereiche sauber und desinfiziere Werkzeuge regelmäßig.
  • Richtige Lagerung: Bewahre Cannabis in luftdichten Glasbehältern mit Feuchtigkeitsregulatoren auf.
  • Sortenwahl: Einige Cannabis Sorten mit lockereren Blüten sind weniger anfällig für Schimmel als dichte Sorten.

Kann befallenes Cannabis gerettet werden?

Die Antwort ist kurz und kompromisslos: Nein. Auch wenn es schwerfällt, eine verdorbene Ernte oder gekaufte Ware wegzuwerfen – insbesondere wenn Zeit und Geld investiert wurden – ist der Konsum von schimmeligem Cannabis dringend und ausnahmslos abzuraten. Im Internet kursieren zwar immer wieder Methoden, wie etwa die Behandlung mit Wasser oder Hitze, um befallene Blüten zu „retten“. Wir möchten jedoch mit Nachdruck darauf hinweisen, dass keine dieser Methoden zuverlässig oder sicher ist, um alle unsichtbaren und gesundheitsschädlichen Pilzsporen vollständig zu eliminieren.

Die Gefahr ist dabei sehr real, denn beim Rauchen oder Verdampfen inhalierst Du die Sporen direkt in Deine Lunge. Dies kann von leichten allergischen Reaktionen bis hin zu schweren Atemwegsinfektionen führen, was besonders für Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthma oder für Personen mit geschwächtem Immunsystem ein ernstes Risiko darstellt. Bestimmte Schimmelpilze, wie die gefürchtete Art Aspergillus, können in manchen Fällen sogar lebensbedrohliche Lungenentzündungen auslösen. Die einzig sichere Vorgehensweise ist daher die sofortige Entsorgung und die Konzentration auf präventive Maßnahmen für die Zukunft.

Schimmel auf Cannabis ist ein häufiges Problem, das sowohl beim Anbau als auch bei der Lagerung auftreten kann. Für Cannabis Grower und Konsumenten ist es besonders wichtig, Schimmelbefall frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Prävention zu ergreifen. Denn verschimmeltes Cannabis birgt nicht nur gesundheitliche Risiken, sondern beeinträchtigt auch Geschmack und Wirkung der Blüten. In diesem Artikel erfährst du, wie Schimmel auf Cannabis entsteht, welche Schimmelarten besonders gefährlich sind, wie du Anzeichen von Schimmel erkennst und welche Maßnahmen du zur Vermeidung ergreifen kannst.