Cannabis Eisenmangel: Symptome erkennen & richtig behandeln

Cannabis Eisenmangel: Symptome erkennen & richtig behandeln

Cannabis anzubauen ist ein großartiges Hobby, das am Ende mit fetten Buds belohnt wird. Doch der Weg dorthin ist manchmal voller kleiner Hürden. Eine dieser Hürden ist ein Mangel an Eisen (Fe). Obwohl Eisen nur in ganz kleinen Mengen benötigt wird, ist es für die Energie und das satte Grün deiner Pflanzen unverzichtbar. Doch woran erkennt man den Mangel eigentlich genau? In diesem Beitrag erfährst du alles, was du wissen musst, um das Problem zu stoppen und deine Pflanzen zu retten.

Wie kommt ein Cannabis Eisenmangel zustande?

Ein Eisenmangel entsteht häufig nicht durch einen tatsächlichen Eisenmangel im Substrat, sondern durch die eingeschränkte Eisenaufnahme der Pflanze. Die häufigste Ursache ist ein zu hoher pH-Wert. Befindet sich dieser außerhalb des optimalen Bereichs, kann die Pflanze das vorhandene Eisen nicht mehr ausreichend aufnehmen.

Weitere Ursachen können übermäßiges Gießen, geschädigte oder kranke Wurzeln sowie ein ungeeignetes Substrat sein. Besonders beim Anbau in Kokosfasern tritt Eisenmangel häufiger auf als in Erde. Auch ein hoher Lehmanteil im Boden kann die Verfügbarkeit von Eisen für die Pflanze reduzieren. In den meisten Fällen liegt das Problem daher nicht an fehlendem Eisen, sondern an Bedingungen, die die Aufnahme oder Verfügbarkeit des Nährstoffs beeinträchtigen.

Der richtige Dünger macht den Unterschied

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Eisenmangel bei Cannabispflanzen: Symptome und Anzeichen

Ein Eisenmangel lässt sich in der Regel anhand charakteristischer Verfärbungen der Blätter erkennen. Die ersten Anzeichen zeigen sich meist an den jüngsten Blättern und Trieben im oberen Bereich der Pflanze. Dabei verfärbt sich das Blattgewebe zwischen den Blattadern hellgrün bis gelb, während die Blattadern zunächst grün bleiben. Dieses Erscheinungsbild wird als intravenöse Chlorose bezeichnet und gilt als typisches Merkmal eines Eisenmangels.

Im Anfangsstadium treten die Verfärbungen zunächst leicht auf. Die Blätter verlieren ihre kräftig grüne Farbe und werden zunehmend heller. Oft beginnt die Gelbfärbung im mittleren Bereich der jungen Blätter und breitet sich anschließend weiter aus.

Bleibt der Eisenmangel bestehen, nimmt die Gelbfärbung deutlich zu. Die Blattadern heben sich immer stärker vom umliegenden Blattgewebe ab, da sie länger grün bleiben. Gleichzeitig breitet sich die Chlorose auf weitere junge Blätter und Triebe aus.

In schweren Fällen können die betroffenen Blätter nahezu vollständig vergilben. Auch die Blattadern verlieren ihre grüne Farbe, und die allgemeine Vitalität der Pflanze nimmt sichtbar ab. Der Mangel betrifft nun größere Teile der Pflanze und kann das Wachstum deutlich beeinträchtigen.

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Wie du einen Mangel an Eisen behandeln kannst

Obwohl ein Eisenmangel die Entwicklung deiner Pflanzen beeinträchtigen kann, ist es noch lange kein Todesurteil. Der erste Schritt bei der Behandlung sollte immer das Spülen der Erde sein. Schnapp dir sauberes Wasser mit einem pH-Wert von genau 6,0 und spüle den Topf ordentlich durch. Das schwemmt überschüssige Nährsalze heraus, die die Wurzeln blockieren.

Danach gießt du mit einer optimal eingestellten Nährstofflösung weiter. Schau dir dabei zur Sicherheit mal das Etikett deines Düngers an. Gute Cannabis-Dünger haben eigentlich immer genug Eisen an Bord. Wenn du allerdings billige Erde oder minderwertigen Dünger verwendet hast, fehlt das Eisen oft komplett. Da hilft es langfristig nur, in ein vernünftiges Produkt zu investieren – das spart dir auf Dauer jede Menge Ärger.

Während sich der Boden erholt, kannst du oben an der Pflanze etwas Kosmetik betreiben. Wenn deine Pflanzen noch in der Wachstumsphase sind, kannst du die blassen, kaputten Blätter an der Spitze einfach wegschneiden. Das sorgt dafür, dass die Cannabispflanze ihre Kraft in frische, grüne Triebe steckt und schön in die Breite geht. Wichtig ist jetzt vor allem, dass die Pflanzen absolut keinen Stress bekommen. Zu viel Hitze, Kälte oder schlechte Pflege führen sofort zu einer Nährstoffsperre, egal wie viel Dünger im Topf steckt.

Wenn du die Werte im Griff hast und die Pflanze trotzdem noch schwach aussieht, kannst du mit einem gezielten Eisenpräparat (wie Eisenchelat oder Eisensulfat) als Sofortmaßnahme nachhelfen. Das füllt die Speicher superschnell wieder auf und bringt das satte Grün zurück.