Cannabis Magnesiummangel: Warum deine Pflanzen trotz Dünger hungern

Cannabis Magnesiummangel: Warum deine Pflanzen trotz Dünger hungern

Ohne Magnesium läuft im Cannabis-Stoffwechsel gar nichts. Dieser wichtige Nährstoff sorgt dafür, dass deine Pflanzen Stickstoff, Phosphor und Schwefel überhaupt erst verarbeiten können. Ein Magnesiummangel schleicht sich oft heimlich ein, ruiniert aber schnell die Gesundheit deiner Pflanzen und mindert den Ertrag. Aber keine Panik! In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du einen Cannabis Magnesiummangel sicher diagnostizierst, behandelst und wie du ihn vorbeugst.

Woran erkenne ich einen Cannabis Magnesiummangel?

Magnesium (Mg) ist für Cannabis überlebenswichtig. Als essenzieller Sekundärnährstoff bildet es das Herzstück des Chlorophylls und treibt damit die Photosynthese an, über die die Blätter Licht in lebenswichtige Energie umwandeln. Bei einem Mangel bricht diese Produktion ein, sodass die ältesten, unteren Blätter zwischen den Adern unschön vergilben. Darüber hinaus aktiviert Magnesium entscheidende Enzyme im Stoffwechsel, regelt den Nährstofftransport und stärkt das gesamte Wurzelsystem. Ein Mangel an diesem Schlüsselbaustein führt unweigerlich zu anfälligen Pflanzen mit verkümmertem Wachstum und schwachen Stängeln, was am Ende zu einer deutlich kleineren, weniger potenten Ernte führt. Ohne eine ausreichende Magnesiumversorgung hört Cannabis schlichtweg auf zu gedeihen und stirbt im schlimmsten Fall sogar ab.

In der Blütephase steigt der Bedarf enorm an, da die Pflanze viel Kraft für die Harz- und Terpenbildung braucht. Eine Unterversorgung in dieser Phase führt zu schwachen Stängeln und mindert den Ertrag sowie das Aroma deiner Blüten massiv. Während dieser Zeit werden die Pflanzen deutlich voluminöser und investieren all ihre Energie in die Blütenentwicklung, was Höchstleistungen vom Stoffwechsel und der Photosynthese erfordert. Eine Unterversorgung in dieser kritischen Phase mindert den Ertrag sowie das Aroma deiner Ernte.

Da Magnesium das Blattgrün färbt, ist es nur logisch, dass sich ein Engpass bei der Photosynthese zuerst an den Blättern zeigt. Genauer gesagt an den älteren Blättern im unteren und mittleren Bereich der Pflanze. Typisch sind hellgrüne bis gelbliche Verfärbungen zwischen den Blattadern, während die Blattadern selbst zunächst grün bleiben. Dieses Erscheinungsbild wird als interveinale Chlorose bezeichnet und gilt als eines der deutlichsten Anzeichen für Magnesiummangel.

Mit fortschreitendem Mangel bilden sich zusätzlich kleine rostbraune oder mosaikartige Flecken auf den betroffenen Blättern. Gleichzeitig werden die Blattränder und Blattspitzen trocken, spröde und verfärben sich zunehmend gelb. In schweren Fällen entwickeln sich braune, abgestorbene Stellen.

Bleibt der Magnesiummangel unbehandelt, rollen sich die betroffenen Blätter häufig nach oben ein. Teilweise verdrehen sich auch die Blattspitzen. Die Schäden breiten sich anschließend auf weitere Blätter aus, bis die stark betroffenen Blätter schließlich absterben.

Schluss mit gelben Blättern zwischen den Adern

Magnesium steckt im Herzen des Blattgrüns. Fehlt es, leidet die ganze Pflanze. Hol dir die passenden Nährstoffe für gesundes Grün.

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Wie entsteht ein Magnesiummangel bei Cannabispflanzen?

Wenn du der Ursache für den Magnesiummangel auf den Grund gehen willst, musst du zuerst verstehen, dass das Element selten einfach komplett im Boden fehlt. Meistens handelt es sich um einen induzierten Mangel. Das bedeutet, dass eigentlich genug Magnesium im Growmedium vorhanden ist, die Pflanze es aber aufgrund von Blockaden in 90 Prozent der Fälle nicht aufnehmen kann. Der absolute Hauptverdächtige ist hier ein zu niedriger, saurer pH-Wert. Spätestens ab einem pH-Wert von 4,0 macht die Chemie im Boden komplett dicht. Der Wert sollte stattdessen zwischen 6,0 und 7,0 liegen, während im Hydro-Bereich 5,5 bis 6,5 optimal sind.

Auch Überwässerung kann die Magnesiumaufnahme beeinträchtigen. Steht den Wurzeln dauerhaft zu viel Wasser zur Verfügung oder kann überschüssiges Wasser nicht richtig abfließen, wird die Nährstoffaufnahme erschwert.

Aber auch ein Nährstoff-Überschuss kann die Aufnahme blockieren. Zu viel Kalium, Phosphor, Ammoniak, Calciumcarbonat oder schlichtweg zu viel Salz um die Wurzeln blockieren das Magnesium. Das passiert vor allem bei mineralischen Grows und lässt sich über den EC-Wert des Ablaufwassers mit einem EC-Meter überprüfen.

Manchmal fehlt das Magnesium aber auch tatsächlich im Boden, weil es durch zu starkes Spülen oder Überwässern ausgewaschen wurde. Bevor du nun planlos nachdüngst, solltest du wissen, dass zu viel Magnesium im Substrat andere Nährstoffe blockiert und alles nur noch schlimmer macht. Wirf stattdessen einen Blick auf deine Wasserwerte, denn oft liefert dein Leitungswasser bereits eine brauchbare Menge an Magnesium frei Haus.

So kannst du einen Magnesiummangel bei Cannabis beheben

Wurde ein Magnesiummangel festgestellt, sollte möglichst zeitnah gehandelt werden, um eine weitere Ausbreitung der Symptome zu verhindern. Der erste Schritt besteht darin, den pH-Wert des Substrats oder der Nährlösung zu überprüfen. Liegt dieser außerhalb des optimalen Bereichs, kann die Pflanze Magnesium oft nicht aufnehmen, obwohl ausreichend davon vorhanden ist. Wie bereits erwähnt, sollte dieser idealerweise zwischen 6,0 und 7,0 liegen, während in hydroponischen Systemen Werte zwischen 5,5 und 6,5 empfohlen werden. Ein gründliches Spülen des Substrats mit pH-neutralem Wasser schwemmt blockierende Nährsalze aus, woraufhin umgehend eine frische, auf die jeweilige Lebensphase abgestimmte Nährstofflösung verabreicht wird.

Als hochwirksames und preiswertes Monopräparat zur gezielten Aufbesserung hat sich Magnesiumsulfat, besser bekannt als Bittersalz, in der Praxis fest etabliert. Für die normale Wurzeldüngung gibt man circa fünf Gramm auf viereinhalb Liter Gießwasser, während in Hydro-Systemen maximal ein Gramm pro Liter ausreicht, um das Defizit auszugleichen. Da eine Überdosierung die Aufnahme von Kalzium und Kalium empfindlich stören würde, wartet man nach der Gabe mehrere Tage ab.

Für eine besonders schnelle Aufnahme kann Magnesium zusätzlich über die Blätter verabreicht werden. Eine Blattdüngung wird direkt auf die Blattoberfläche aufgetragen und kann innerhalb kurzer Zeit erste Verbesserungen zeigen. Langfristig sollte jedoch immer die Ursache des Mangels behoben werden, damit die Pflanze Magnesium wieder dauerhaft über die Wurzeln aufnehmen kann.

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Mit diesen einfachen Tipps kannst du einen Magnesiummangel vorbeugen

Dein bester Freund im Kampf gegen Magnesiummängel ist und bleibt das pH-Meter. Checke deine Werte regelmäßig und sorge dafür, dass sie sich im Bereich von 6,0 bis 6,5 und bei Hydro-Setups zwischen 5,5 und 6,0 bewegen. Pass außerdem auf, dass du es mit dem Dünger nicht übertreibst, denn ein fetter Überschuss an Stickstoff, Kalium oder Kalzium schießt dir die Magnesiumaufnahme sofort ins Aus.

Der Grundstein für einen stressfreien Grow wird ohnehin schon beim Substrat gelegt. Starte am besten immer mit einer hochwertigen, gut gepufferten Erde oder Kokosfaser, in der bereits alle wichtigen Spurenelemente stecken. Falls du deine genutzte Erde recyclen willst, spüle sie zwischen den Runs einmal komplett durch und bereite sie mit den passenden Zusätzen neu auf.