Amnesia Haze: Wirkung, Herkunft & Geschmack

Amnesia Haze: Wirkung, Herkunft & Geschmack

Wenn es um absolute Klassiker in der Cannabis-Welt geht, führt an einem Namen kein Weg vorbei: Amnesia Haze. Die preisgekrönte Sativa-Dominanz hat sich über Jahrzehnte hinweg einen festen Platz in den Coffeeshops weltweit gesichert und begeistert Züchter wie Genießer gleichermaßen. Doch was macht diese Sorte eigentlich so besonders? Neben ihrem unverwechselbaren Profil ist es vor allem die intensive Amnesia Haze Wirkung, die für eine tiefenentspannte und gleichzeitig anregende mentale Klarheit sorgt. Erfahre hier alles Wissenswerte über die genetischen Wurzeln, die Geschmackskomponenten und die Besonderheiten dieses außergewöhnlichen Klassikers.

Amnesia Haze: Wirkung der Sativa Sorte

Die Wirkung von Amnesia Haze zählt zu den intensivsten unter den Sativa-dominanten Cannabissorten. Bereits wenige Minuten nach dem Konsum setzt ein starkes zerebrales High ein, das den Geist aktiviert, die Wahrnehmung schärft und häufig für gute Laune sorgt. Viele Konsumenten berichten von einem kreativen Denkfluss, gesteigerter Konzentration und einem deutlichen Energieschub, weshalb sich die Sorte besonders für kreative Tätigkeiten, Gespräche oder aktive Unternehmungen eignet.

Trotz ihrer klaren Sativa-Dominanz bringt Amnesia Haze durch den etwa 30 % Indica-Anteil auch eine angenehme körperliche Entspannung mit. Diese hält sich jedoch eher im Hintergrund und sorgt dafür, dass das intensive Kopf-High nicht in Unruhe umschlägt. Gerade erfahrene Konsumenten schätzen die Kombination aus geistiger Klarheit und leichter Gelassenheit.

Ein typisches Merkmal von Amnesia Haze ist der teilweise verzögerte Wirkungseintritt. Vor allem beim Rauchen oder Verdampfen kann es bis zu 15 Minuten dauern, bis sich die volle Wirkung entfaltet. Dadurch unterschätzen viele Anfänger die Stärke der Sorte und konsumieren zu früh nach, was schnell zu einem unangenehm intensiven High führen kann.

Aufgrund ihres hohen THC-Gehalts von etwa 22% ist Amnesia Haze eher für erfahrene Nutzer geeignet. In höheren Dosierungen können Nebenwirkungen wie Herzrasen, Nervosität oder paranoide Gedanken auftreten, insbesondere bei Menschen, die empfindlich auf THC reagieren. Wer zum ersten Mal Amnesia Haze konsumiert, sollte daher mit einer kleinen Menge beginnen und der Wirkung ausreichend Zeit geben.

Neben der Freizeitnutzung wird Amnesia Haze auch von einigen medizinischen Cannabispatienten geschätzt. Die stimmungsaufhellenden und aktivierenden Eigenschaften können unter anderem bei Antriebslosigkeit, depressiven Verstimmungen oder Appetitlosigkeit unterstützend wirken.

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Terpene und Aromen: So schmeckt und riecht Amnesia Haze

Das Aroma und der Geschmack von Amnesia Haze sind ebenso markant wie das Wirkspektrum des Strains. Die oft von einer dichten Schicht weißer Trichome überzogenen Blüten verströmen beim Zerkleinern eine charakteristische, würzig-Haze-typische Note. Geschmacklich dominiert beim Ein- und Ausatmen eine Mischung aus Zitrone und Limette, die durch erdige Nuancen und holzige Akzente – insbesondere von Zedernholz – ausbalanciert wird. Verantwortlich für diesen beinahe metallisch-frischen Charakter ist ein spezielles Terpenprofil, das hauptsächlich aus Limonen, Myrcen, Beta Caryophyllen und Terpinolen besteht. Trotz der geschmacklichen Tiefe und der hohen Dichte wird der Rauch als angenehm sanft wahrgenommen. Beachte, dass der würzige Geruch nach dem Konsum relativ lang und intensiv im Raum stehen bleibt.  

Aussehen: Anhand dieser Merkmale erkennst du Amnesia Haze

Schon auf den ersten Blick macht Amnesia Haze Eindruck. Die kompakten, leicht spitz zulaufenden Blüten sind von einer dichten Schicht funkelnder Harzkristalle überzogen, wodurch sie fast wirken, als wären sie mit Zucker bestäubt. Hellgrüne Farbtöne treffen auf kräftige orangefarbene Blütenstempel und verleihen der Sorte ihr unverwechselbares Erscheinungsbild. Dank der außergewöhnlich hohen Harzproduktion eignet sich Amnesia Haze zudem hervorragend für die Herstellung von Konzentraten.

Herkunft & Genetik: Die Wurzeln des Sativa-Klassikers

Die Entstehungsgeschichte von Amnesia Haze reicht zurück in die kalifornische Gegenkultur der 1960er- und 1970er-Jahre. In Santa Cruz experimentierten zwei Züchter, bekannt als die „Haze-Brüder“, rein durch Ausprobieren mit verschiedenen Cannabissamen. Aus diesen ungeplanten Kreuzungen entstand die ursprüngliche Haze-Genetik – ein reiner Sativa-Hybrid, der sich durch ein klares, energetisches High deutlich von damaligen Sorten abhob.

Ihren weltweiten Kultstatus verdankt Amnesia Haze der niederländischen Zuchtszene der frühen 1990er-Jahre. Dort wurde eine anspruchsvolle Mischung aus hawaiianischen, thailändischen, jamaikanischen sowie afghanischen Landsorten mit alten Haze-Samen kombiniert. Das Resultat war ein kraftvoller, sativadominierter Hybrid, dessen genaue Formel zwar bis heute nicht komplett entschlüsselt ist, der aber sofort Maßstäbe setzte. Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen wurde die Sorte zum Dauerbrenner in holländischen Coffeeshops.  Entgegen dem Namen („Amnesia“ = Gedächtnisverlust) führt die hohe Potenz bei moderatem Konsum übrigens keineswegs zu Erinnerungslücken, sondern zu einem fokussierten, inspirierenden Erlebnis.

Amnesia Haze Cannabis Sorten: Feminisiert vs. Autoflower 

Wer Amnesia Haze selbst kultivieren möchte, steht vor der Wahl zwischen klassischen feminisierten Samen und der selbstblühenden Autoflower-Variante. Beide Optionen basieren auf stabilen Genetiken mit hohen Keimraten, unterscheiden sich jedoch deutlich in Wuchs, Potenz und Pflegeanspruch:

Amnesia Haze (Feminisiert)

  • Genetik: Enemy of the State × Neville's Haze
  • THC-Gehalt: 20–22 %
  • Schwierigkeit: Mittel bis anspruchsvoll
  • Wuchsform: Indoor 80–140 cm, Outdoor 175–210 cm
  • Lebenszyklus: 12–13 Wochen reine Blütezeit
  • Ertrag (Indoor): bis zu 600 g/m²
  • Ertrag (Outdoor): 650–700 g pro Pflanze
  • Effekt: rein energetisch, euphorisch, zerebral

Amnesia XXL Auto (Autoflower)

  • Genetik: Amnesia Haze × Ruderalis
  • THC-Gehalt: ca. 18 %
  • Schwierigkeit: Einfach / Anfängerfreundlich
  • Wuchsform: kompakt (ca. 100 cm)
  • Lebenszyklus: 11–12 Wochen (Keimung bis Ernte)
  • Ertrag (Indoor): 450–550 g/m²
  • Ertrag (Outdoor): 150–300 g pro Pflanze
  • Effekt: erst klar & kreativ, später entspannend

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Amnesia Haze: Amnesia Haze Anbauen

Wer Amnesia Haze erfolgreich anbauen möchte, steht zuerst vor der Entscheidung zwischen Growroom und Freiland. Der Indoor-Anbau ist bei dieser Sorte besonders beliebt, da sich die Umweltbedingungen exakt kontrollieren lassen. Da die Sativa-Genetik sehr sensibel auf Schädlinge reagiert und in der Blütephase extrem in die Höhe schießt, bieten geschlossene Räume den großen Vorteil, dass Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beleuchtung präzise gesteuert werden können. Mit modernen LED-Lampen und gezielten Trainingstechniken lässt sich das starke Wachstum perfekt bändigen.

Ein Outdoor-Grow ist ebenfalls möglich, stellt jedoch hohe Anforderungen an das Klima. Amnesia Haze besitzt tropische Wurzeln und liebt lange, warme und sonnige Tage, wie man sie aus mediterranen Regionen kennt. In feuchten oder wechselhaften Klimazonen steigt das Risiko für Schimmel und Insektenbefall drastisch an. Wer im Freiland anbaut, muss zudem beachten, dass die Pflanzen über zwei Meter hoch werden und extrem schwere Blüten ausbilden, deren Äste in der Spätphase zwingend abgestützt werden müssen.

Damit beim Anbau nichts schiefgeht, findest du hier die wichtigsten Schritte von der Keimung bis zur fertigen Ernte im Überblick:

Schritt 1: Keimung & Klima

Die Samen sprießen innerhalb von 2 bis 7 Tagen unter feuchten, warmen und dunklen Bedingungen. Da Umtopfen die Pflanzen schwächt, setzt man sie direkt in den finalen Topf. Das Klima sollte konstant bei 22 bis 28 °C liegen.

Schritt 2: Wuchs & Training

Die Sorte schießt in der Vegetationsphase schnell nach oben. Um das Höhenwachstum im Zaum zu halten und eine gleichmäßige Ausleuchtung zu erzielen, ist Pflanzentraining via SCROG oder LST sehr effektiv.

Schritt 3: Nährstoffe & Dünger

Dieser Strain ist sensibel gegenüber zu vielen Nährstoffen. Um verbrannte Blattspitzen zu vermeiden, arbeitet man idealerweise mit organischem Substrat und dosiert zusätzlichen Dünger nur sehr vorsichtig.

Schritt 4: Blütephase & Schutz

Die Reifung der Knospen dauert 12 bis 13 Wochen. Wegen der langen Phase und der Wuchsdichte ist eine regelmäßige Schädlingskontrolle (z. B. auf Milben) unerlässlich.

Schritt 5: Ernte & Trocknung

Geerntet wird, wenn 70–90 % der Trichome milchig-weiß sind. Die Blüten trocknen anschließend langsam an einem kühlen, dunklen Ort, um Wirkstoffe und Terpene zu erhalten. Auch das anschließende Aushärten sollte nicht vergessen werden, wenn du lange etwas von deinen Buds haben willst.